Ein Rosaroter Abend bei HANS.

Vergangenen Woche hielt Dr. Raquel Jaureguízar, Projektleiterin der IBA27, einen Vortrag bei uns im Studio HANS und beendete damit die Thonet Pop-Up Ausstellung #schwarzgabsnurinrosa.

Mit der Ausstellung interpretiert Thonet seine bekannten Möbelklassiker neu. Die Objekte brechen mit der Vorstellung einer schwarzweißen Möbelikone und bauen somit eine Brücke zur Weissenhofsiedlung, die schon 1927 viel bunter war als bis heute oft gedacht.

Diese Thematik wurde in dem Vortrag »Die Zukunft ist nicht schwarzweiß« von Dr. Raquel Jaureguízar vertieft. Sie zeigte auf, wie aktuell und relevant die damals in der Weissenhofsiedlung geborenen Ideen und Ansätze des Neuen Wohnens noch immer sind und wie man sie vor dem Hintergrund weiterer Krisen weiterentwickeln kann.

In diesem Zusammenhang stellte sie dar, welche Potenziale in der Weissenhofsiedlung und ihrem Umfeld bestehen und wie die IBA’27 als Antrieb für eine bessere, buntere Zukunft des Weissenhofs dienen kann.

Herzlichen Dank für diesen interessanten und bereichernden Vortrag!

Fotos von Daniel Kilgus

Die Marke erlebbar machen.

Das 1912 gegründete Familienunternehmen Ritter Sport mit Hauptsitz im schwäbischen Waldenbuch beschäftigt heute rund 1.650 Mitarbeitende und erzielte 2021 einen Umsatz in Höhe von 505 Millionen Euro. Mit der Schokozentrale, die aus dem Neubau und dem Bestandsgebäude besteht, setzt Ritter Sport ein klares Zeichen für eine neue, innovativere Art des Arbeitens.

„Hier schlägt das Herz der Marke Ritter Sport. Mit unserer neuen Schokozentrale haben wir Räumlichkeiten geschaffen, die Innovationen fördern und es unseren Mitarbeitenden ermöglichen, interdisziplinär noch enger zusammenzuarbeiten“, sagt Ritter CEO Andreas Ronken. „Im neu eröffneten Erweiterungsbau spiegeln sich sowohl der Anspruch des Unternehmens, im Einklang mit Mensch und Natur zu wirtschaften, wider, als auch die Ritter-typische Leidenschaft für Kakao und richtig gute Schokolade“.

Innovation. Nachhaltigkeit. Funktionalität.

Mit der Schokozentrale, die aus dem Neubau und dem Bestandsgebäude besteht, setzt Ritter Sport ein klares Zeichen für eine neue, innovativere Art des Arbeitens. Um messbare Ergebnisse in den Nachhaltigkeitsbereichen Ökologie, Ökonomie und Soziokulturelles zu erreichen, wurde das Gebäude nach dem DGNB-Zertifizierungssystem errichtet und mit DGNB Gold ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde das „Cradle to Cradle“ Prinzip umgesetzt, nach dem die verbauten Materialien nach der Lebenszeit des Gebäudes wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden können.

Innovationsgeist zeigt Ritter Sport auch bei der Wahl der Baustoffe und technischen Elemente: Von der unsichtbaren Holz-Fassade und der Regenwassernutzung für Toiletten und Grünflächen, über die Betonkerntemperierung, die zu Heiz- und Kühlzwecken genutzt wird, bis hin  einer 500 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Das Bindeglied zwischen dem Neubau und dem Bestandsgebäude, das derzeit schrittweise modernisiert wird, bildet eine lichtdurchflutete Galerie. Sie vereint beide Teile und dient dank attraktiver Lounges und einer begrünten Dachterrasse als Ort der Begegnung und des Verweilens.

Ein agiles Arbeitsumfeld für mehr Innovation und Austausch

Eines der wichtigsten Ziele des Erweiterungsbaus, neben der Nachhaltigkeit, war es, ein agiles Arbeitsumfeld für mehr Innovation und Austausch über alle Abteilungen hinweg zu schaffen. Darüber hinaus sollten das Produkt und die Marke Ritter Sport lebendig werden. Das ist dem Architektur-, Design- und Projektplanungsteam vorbildlich gelungen. Wer durch den Erweiterungsbau der Schokozentrale vom Untergeschoss bis zum zweiten OG geht, der erlebt die Entstehung der Ritter Sport Schokoladen von der Idee bis zu ihrem Weg in den Handel in all seinen Facetten.

Das Untergeschoss bildet das Fundament für Sicherheit und Abläufe. Hier ist die neue Sanitätsstelle angesiedelt, ebenso wie die Pforte, der Eingang und die Lager- und Technikräume. Im Erdgeschoss steht das Produkt im Mittelpunkt. Hier befindet sich das Innovationswerk, die Heimat des Bereichs Forschung und Entwicklung mit allem, was nötig ist, um richtig gute Schokolade herzustellen: Von der Kakaobohne über die Produktion in Kleinmengen bis hin zur Verpackung. Insbesondere die Schokowerkstatt und die Kakaowerkstatt sind technische wie gestalterische Highlights. Mitarbeitende und Externe haben dort die Möglichkeit, neue Produkte zu verkosten und so an der Entwicklung teilzuhaben.

Bring it to the world

Im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich moderne, offen gestaltete Arbeitsplätze und Begegnungsräume für rund 100 Mitarbeitende. Im ersten OG liegt der Fokus auf der Kommunikation und Erlebbarkeit der Marke Ritter Sport. Das zweite OG steht schließlich unter dem Motto „Bring it to the world“. Dort sind all die Bereiche angesiedelt, die für den Verkauf und Vertrieb zuständig sind. Alle Arbeitsflächen sind an die speziellen Erfordernisse der Mitarbeitenden angepasst und nach neuesten Standards gestaltet. Das Designkonzept hierfür stammt aus der Feder des Designstudios Ippolito Fleitz, bei der Möbelauswahl hat das Studio HANS unterstützt. Das Ergebnis ist eine innovative, farbenfrohe Bürolandschaft mit wunderbarem Blick auf die bewaldete Umgebung und das Schloss Waldenbuch.

Fakten

Ausgangssituation / konzeptioneller Ansatz:

Architekten: ARGE Architekten; Christopher Amann Dipl. Ing., Wolfram Gerbner Dipl. Ing.

Designstudio: Ippolito Fleitz Group GmbH

Quelle: Alfred Ritter GmbH & Co.KG

Stand August 2022

Fotograf: Johannes Wosilat

Weitere Informationen zu dem Projekt „Ritter Sport“ findest Du auf unserer Homepage: Link folgt

Werde HANS! Studiere mit uns!

Studiere mit uns an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Für den Studienstart im Oktober 2022 und Oktober 2023 vergeben wir je einen Studienplatz!

BWL Dienstleistungsmanagement, Schwerpunkt Consulting & Sales (m/w/d)

Deine Aufgaben

Ziel des BWL-Studiums mit der Studienrichtung Dienstleistungsmanagement, Schwerpunkt Consulting & Sales ist es, die erforderliche betriebswirtschaftliche Kompetenz mit Dienstleistungs-, Beratungs- und Vertriebskompetenz zu verknüpfen sowie wesentliche Fähigkeiten der Organisation, Planung, Kontrolle und Kommunikation auszubilden. Absolvent*innen sind für zahlreiche Einsatzfelder qualifiziert, u. a. für

Dein Profil

Diese Benefits erwarten Dich bei uns

Dein Arbeitsort

Die Zusammenarbeit im Netzwerk ist für uns elementar. Hierfür haben wir Workshop-Flächen, Besprechungs- und Agilitätsräume sowie einen Lounge- und Barbereich geschaffen. Die Arbeitsplätze für unser Team sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Kein Bereich gleicht dem anderen und dennoch ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild im Charakter von HANS. Freundlich, ehrlich und außergewöhnlich. Geplant wurden die Räume von den Innenarchitekten Heller Designstudio & Partner. 

Dein Team

Das Grundbedürfnis zu kreieren, mit gleichgesinnten Menschen zusammenzuarbeiten und positive Beziehungen zu pflegen – das treibt uns an.

Wir haben eine Leidenschaft für Möbel und Räume.
Unsere Wertschöpfung liegt in der Ausgestaltung sinnhafter und wertstiftender Wirkungsräume damit sich Menschen entfalten und mit voller Energie ihrer Passion nachgehen können.

Wir sind Beziehungsmenschen und Zukunftsgestalter.

Wir sind Julia, Vanessa, Margarita, Andreas, Bärbel, Timm und Manuel (von links nach rechts).

Deine Bewerbung!

Schicke Deine Bewerbung bitte an:

Manuel Diez

Studio HANS, storeS GmbH, Charlottenstr. 29-31, 70182 Stuttgart

@ manuel.diez@studiohans.de

T 0711 – 72 69 391 90

Foto: Oliver Kröning, g ––– kx mediaHOUSE

Mit HANS und Herz.

Uns ist es eine Herzensangelegenheit jeden Tag daran zu arbeiten die Welt ein bißchen schöner und wertvoller zu machen. Dazu gehört der faire und respektvolle Umgang mit unseren Kunden, Partnern, unserem Team und jedem einzelnen, der uns begegnet.

Wir als Team von Studio HANS haben uns gefragt: wie können wir über das Alltägliche hinaus einen positiven Beitrag für unser Umfeld leisten? Gemeinsam haben wir uns dafür entschieden die Diakonie Stetten zu unterstützen. 

Mit einer Spende fördert Studio HANS das Projekt „Inklusives Erlebniswochenende für Kinder“ der Diakonie Stetten. 

Weitere Fördermaßnahmen sind geplant. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Über die Diakonie Stetten

Die Diakonie Stetten setzt sich dafür ein, dass alle Menschen einen Platz mitten in der Gesellschaft finden. Egal welchen Alters, egal welcher Herkunft, egal ob mit oder ohne Handicap.

Christlich-diakonische Werte stehen dabei im Mittelpunkt des Handelns.

„Leben ist wunderbar. Leben ist Vielfalt. Leben ist Gemeinschaft.“

Weitere Informationen über die Diakonie Stetten findet ihr hier: 
www.diakonie-stetten.de

Danke!

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei allen unseren Wegbegleitern bedanken! Danke, dass wir mit euch so viele tolle Wirkungsräume wahr werden lassen durften, danke für die tolle Zusammenarbeit, danke, dass wir Studio HANS sein können!  

Manuel ergänzt die GF-Ebene!

Zum 15. April ist Manuel Diez der Geschäftsführungsebene des Studio HANS beigetreten. Er verstärkt somit das bestehende Team in allen operativen und strategischen Fragen.

 Der Fokus unsers Unternehmens liegt weiterhin auf der Entwicklung sinnhafter und wertstiftender Raumlösungen für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Wir sind davon überzeugt, dass die wirklich relevanten Mehrwerte für Kunden in den Schnittstellen unseres Netzwerks entstehen. Hierfür bieten wir mit Studio HANS die passende Plattform.

Manuel: „Ich freue mich sehr auf dieses nächste Kapitel. Gemeinsam mit unserem starken Team entwickeln wir das Studio HANS zur lokalen Möbelszene. Diesen Weg möchte ich mit Begeisterung weiter beschreiten.“

Die Herausforderungen der Entwicklung von Flächenkonzepten sind in den vergangenen Jahren noch dynamischer geworden. Die Bedürfnisse unserer Kunden nehmen weiterhin an Komplexität zu. Studio HANS ist dafür bekannt, bei der Entwicklung räumlicher Lösungen voll auf die Zusammenarbeit von Menschen zu setzen. Vor diesem Hintergrund ist Manuel die Idealbesetzung.

Timm Berkmann: „Manuel ist seit 2017 in der Beratung und Projektleitung für Studio HANS tätig. Dank seiner Klarheit und Struktur ist er jeher der Ansprechpartner für komplexe Fragestellungen. Ich freue mich auf die Impulse, die er in seiner neuen Rolle als Geschäftsführer künftig noch wirksamer einbringen wird.“

Foto: Oliver Kröning, g ––– kx mediaHOUSE

Die Kunst der Gastfreundschaft.

Im Landhotel Alte Post – einem traditionsreichen Familienunternehmen – genießen Gäste schon seit mehr als 30 Jahren gelebte herzliche Gastfreundschaft inmitten einer herrlichen Natur. Familie Mack ist es hierbei ein großes Anliegen Gäste mit Komfort und Gemütlichkeit zu verwöhnen und dabei Regionalität und Umweltschutz hervorzuheben. Dieses Konzept verfolgt die Familie aus persönlicher Überzeugung, angefangen bei baubiologisch ausgestatteten Räumen bis hin zur vitalen Naturküche mit frischen Produkten aus der Region.

Im Interview mit Uschi und Heinrich Mack verrät uns das Powerteam was sie antreibt, wie sie im Alltag Energie tanken und was ihr Rezept für ein stabiles und motiviertes Team ist.

Was sofort auffällt, wenn man Ihr Hotel betritt, ist, dass die Einrichtung sehr hochwertig ist und viele natürliche Materialien zum Einsatz kommen. Was steckt dahinter?

Heinrich Mack: Schon seit über 30 Jahren, als ich das Haus eröffnet habe, ist unsere Firmenphilosophie von der Ökologie geprägt. Uns ist es wichtig, dass wir regional verbunden sind, dass wir mit hochwertigen Materialien und guten Schreinern arbeiten und dass Region und Landschaft eingebunden werden. Was das Design betrifft: zusammen mit unserem Sohn haben wir entschieden, hier ein Statement zu setzen, um auch Kunden anzusprechen, die einen längeren Zeitraum bei uns zu Gast sein möchten. Die neu gestalteten Zimmer sind mit hochwertigen Couchen und Sesseln ausgestattet. Darüber hinaus bereiten uns hohe Qualität und gutes Design selbst große Freude. Wir sind in der Vergangenheit viel gereist und haben von verschiedenen Orten Ideen und Eindrücke mitgebracht.

Das ist ein interessanter Punkt. Wo zieht es Sie hin, wenn Sie selbst mal raus möchten? Wo finden Sie Ihre Inspiration?

Uschi Mack: Wo wir uns immer wohl fühlen, ist im Bregenzerwald. Dort findet sich der Stil, den wir sehr mögen. Es wird sehr viel Holz eingebunden und das lokale Handwerk gefördert. Die Architektur gefällt uns sehr gut. Außerdem hat mein Mann eine sehr große Sammlung an Designhotelbüchern, darin lässt sich ebenfalls einiges entdecken.

Heinrich Mack: Auch in Italien haben wir uns immer wieder Inspiration geholt, dort findet sich sehr anspruchsvolles Design. Teil unserer längerfristigen Vision, die wir mit unserem Sohn entwickelt haben, ist es, Mitglied in der Design Hotel Gruppe werden.

Wie ist es eigentlich damals, 1986, dazu gekommen, dass Sie sich ausgerechnet dieses Objekt herausgepickt haben, um darin ihr Hotel zu eröffnen?

Heinrich Mack: Zu der Zeit, in der ich mich selbstständig machen wollte, hatte ich von einem befreundeten Hotelier erfahren, dass dieses Hotel nicht mehr bewirtschaftet wird. Als ich dann 1985 vor dem Haus stand, hatte ich mich direkt in das Gebäude und seine Geschichte verliebt. Es ist geprägt von der Historie, 1745 als Posthalterei erbaut, hat es eine lange Geschichte, die es mit dem Markgräflerland verbindet. Ich bin ein heimatverbundener Mensch und habe eine große Chance darin gesehen aus dem Haus etwas zu machen.

„Für den hohen Designanspruch haben wir Möbel von Vitra eingesetzt.“

Innerhalb von dreieinhalb Monaten haben Sie elf Zimmern einen neuen Look gegeben. Welches Bild hatten Sie für die Neugestaltung vor Augen?

Uschi Mack: Wir wollten mehr Gemütlichkeit, diese erreichen wir zum Beispiel durch die Boxspringbetten von Schramm, die sich durch die hochwertige Handarbeit auszeichnen. Für den hohen Designanspruch haben wir Möbel von Vitra eingesetzt.

By Felix Groteloh

„Uns ist es wichtig, dass wir regional verbunden sind, dass wir mit hochwertigen Materialien und guten Schreinern arbeiten und dass Region und Landschaft eingebunden werden.“

Jetzt machen wir einen Sprung in das Herz Ihres Unternehmens. Sie haben ein Team von 45 Mitarbeitern. Was macht Ihr Team aus?

Uschi Mack: Wir sind ein familiäres Unternehmen mit vielen langjährigen Mitarbeiter. Wir bieten unseren Mitarbeitern viele Benefits wie zum Beispiel Hansefit, Prämien und eine Viertagewoche. Uns freut es sehr, dass wir vor drei Jahren mit dem Preis Jobmotor der Badischen Zeitung ausgezeichnet wurden.

Heinrich Mack: Uns ist das Miteinander wichtig – wir verbringen so viel Lebenszeit miteinander.

Uschi Mack: Ein sehr schönes Beispiel hierzu gab es gerade heute Morgen. Unsere Etagenfrauen haben uns eine große Orchidee geschenkt mit einem Brief in dem steht, wie sehr sie sich darüber freuen, dass die Zimmer nach dem Umbau so schön geworden sind und dass Sie die Räume pflegen werden wie ihr eigenes Zuhause.

Das ist ja eine wahnsinnig schöne Wertschätzung. Wirklich toll!

Heinrich Mack: Ja absolut!
Die Kunst der Gastfreundschaft, das ist unser Slogan und wird von uns allen täglich gelebt.

Wir hatten über das Thema Reisen gesprochen. Bestimmt ist das Reisen eine wichtige Energiequelle für Sie, um ein Hotel wie dieses Tag für Tag auf diesem hohen Niveau zu führen. Haben Sie noch einen weiteren Tipp? Was ist Ihre Kraftquelle im Alltag?

Heinrich Mack: Da ist meine Frau der Profi, sie dirigiert mich immer mal wieder in die richtige Richtung.

Uschi Mack: Albert Schweitzer hat gesagt: Wenn deine Seele keinen Sonntag hat, dann verdorrt sie.
Jeder Mensch braucht einen Tag Pause. Wir gehen sehr gerne in die Natur und machen beide zweimal in der Woche Yoga. Die Kombination aus Natur und Sport ist für uns die ideale Kombination.

Heinrich Mack: Die Natur ist eine ganz wichtige Kraftquelle für uns. Wir laufen und wandern gerne oder sind auch mal gerne mit dem Fahrrad draußen. Ich denke, all unsere Sehnsucht geht in Richtung Gleichgewicht. Dies ist mir nicht immer gut gelungen. Es kann dann passieren, dass man hierfür die Quittung serviert bekommt. Ich denke, es ist ein ganz wichtiger Aspekt, dass man ein Gleichgewicht findet.

„Albert Schweitzer hat gesagt: Wenn deine Seele keinen Sonntag hat, dann verdorrt sie. Jeder Mensch braucht einen Tag Pause.“

Zum Abschluss interessiert uns noch, welches der Zimmer ihr persönliches Lieblingszimmer ist.

Uschi Mack: Für mich persönlich sind die drei pastellfarbenen Zimmer in pudrigem Rosé mein Favorit. Das sind unsere Frauenzimmer und ich kann mich mit der Farbgebung sehr gut identifizieren.

Heinrich Mack: Ich persönlich halte mich sehr gerne in diesem Zimmer auf – allein schon wegen der Couch (Anmerkung HANS: Mariposa Sofa von Vitra). Ich kann mir sehr gut vorstellen, hier ein gutes Buch zu lesen. Zum Beispiel von Hilde Domin – unsere Zimmer sind nach Denkern und Dichtern benannt – dieses Zimmer wurde nach ihr benannt. Sie ist eine meiner Lieblingsautorinnen.

Haben Sie zu den Dichterinnen und Dichtern, die Sie ausgewählt haben, einen besonderen Bezug?

Uschi Mack: Ja, uns ist Regionalität wichtig und so haben wir vier Autorinnen beziehungsweise Autoren ausgewählt, die mit unserer Region verbunden sind. Anette Kolb hatte in Badenweiler gelebt, in unmittelbarer Nachbarschaft René Schickele. Beide große Europäer und Deutschland-Frankreich-Verständiger. Marie Luise Kaschnitz wurde im Schloss in Bollschweil geboren und ist dort auch begraben. Sie hatte das Buch, Beschreibung eines Dorfes, geschrieben. In diesem Buch stellt sie Bollschweil dar. Anton Tschechow ist in Badenweiler gestorben. Und Hebel hat die Alte Post besungen:
Z‘ Müllen an der Post,
Tausigsappermost!
Trinkt me nit e guete Wii!
Goht er nit wie Baumöl ii,
z’Müllen an der Post!

Heinrich Mack: Die anderen sind unsere Lieblingsdichter. Hinzu kommt, dass Hebel und auch Goethe auf ihren Reisen hier Station gemacht haben. Goethe auf seiner Italienreise und Hebel immer wieder, wenn er von Karlsruhe aus zurück nach Schopfheim gefahren ist.

Uschi Mack: Bei der Gestaltung der Zimmer war uns die Individualität wichtig. Deshalb haben die Zimmer nicht nur Namen, anstatt Nummern, sondern weitere Elemente machen jedes Zimmer einzigartig. So hängt beispielsweise in jedem Zimmer eine eigene Collage, passend zum jeweiligen Dichter. Die Collagen wurden von einer jungen Münchener Künstlerin gemacht. Sie wurde uns von Frau Eva Mueller aus München vermittelt, die uns auch zu den Rahmen und zur Positionierung der Bilder beraten hat.
Auch haben wir darauf Wert gelegt, dass das verarbeitete Holz seine Natürlichkeit, mit Maserung und Astlöchern, zeigen darf. Wieder ein Stück Individualität und eine Eigenschaft, die unseren Schreiner besonders gefreut hat.

Liebe Familie Mack, ganz herzlichen Dank für Ihre Zeit und das schöne Interview!

Das Interview führte Bärbel Heck am 13.04.22

Fotos: Felix Groteloh

Weitere Informationen zu diesem Projekt auf unserer Homepage: www.studiohans.de/projects/hotel-alte-post-muellheim/

Schön, dass du da bist!

Angefangen hat alles im Jahr 2006. Mit zwei Gründern, einem Hund, der Leidenschaft zum Klettern und einer erfolgsgekrönten Idee. Mit diesen Grundzutaten wurde Bergfreunde.de auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik in Kirchentellinsfurt bei Tübingen geboren – als Online-Händler für Bergsportausrüstung. Inzwischen gehören die Bergfreunde zu einem der europaweit führenden Online-Bergsporthändler. Inzwischen arbeiten knapp 500 Mitarbeiter daran, das bestmögliche Einkaufserlebnis für Bergsport- und Outdoor-Begeisterte zu bieten. Im Interview erzählt uns Peggy Urbanczyk wie es zur Zusammenarbeit mit HANS kam und wie man Mitarbeiter wieder in das Office lockt.

Hi Peggy, erzähle uns wer du bist und was du bei den Bergfreunden machst.

Ich bin Peggy und Office Manager bei den Bergfreunden. Ich kümmere mich – um Alles. Um alles, was anfällt damit die Mitarbeiter glücklich sind.

Du kümmerst Dich um Herz und Seele?

Ja, um Herz und Seele. Wir sind hier die Feel Good Manager, wir schauen, dass es den Menschen, die ins Büro kommen gut geht, dass Sie gerne ins Büro kommen und sie sich hier wohl fühlen.
Sie sollen viel lieber hierherkommen, als im Homeoffice zu bleiben.

„Wir sind hier die Feel Good Manager!“

Das ist wohl gerade die entscheidende Aufgabe. Es haben sich sicher viele Zuhause gut eingenistet. Merkt ihr das?

Ja, tatsächlich. Die meisten Mitarbeiter sind froh wieder kommen zu dürfen. Für manche ist es aber auch ein riesen Vorteil von zu Hause aus zu arbeiten. Wenn sie zum Beispiel eine lange Anfahrt haben und morgens nicht durch den Stuttgarter Stau müssen, haben Sie viel Zeit gewonnen.

Hat sich durch die Erfahrungen der letzten beiden Jahre bei euch etwas in der Firmenkultur hinsichtlich des Umgangs mit Homeoffice geändert?

Nach den beiden Lockdowns, in denen das Büro nur wenig besetzt war, kam das Homeoffice Gebot. Die Mitarbeiter durften im Homeoffice bleiben, aber auch ins Büro kommen. Das war ihnen dann freigestellt. Als im Sommer die Situation etwas entspannter war, haben wir gesagt jeder sollte mindestens einen Tag bzw. zwei Tage in der Woche reinkommen, damit die Teams wieder zu einander finden. Das haben die Teams auch sehr gut hinbekommen.

Und wie lockt ihr nun die Mitarbeiter wieder her? Wie lockt man Mitarbeiter wieder in das Office?

Das ist eine gute Frage. Tatsächlich einfach, indem wir den Startschuss geben. Wir feiern das erstmal in einer Rundmail, dass wir sagen: Ihr dürft wieder! Ihr sollt wieder! Wir freuen uns, wenn ihr alle ab dem 20. März wieder kommt!
Natürlich ist dann trotzdem nicht sofort alles wieder wie vorher. Wir wollen trotzdem noch vorsichtig sein und den Abstand wahren.

Nun zu etwas ganz anderem. Welche Rolle hast du hier bei der Umgestaltung und Möblierung gespielt?

Laura und ich haben das als Team vorangebracht. Das war neben unser Wir-sind-für-alle-da-Rolle, ein wesentlicher Teil. Wir haben uns gesagt, gerade wenn die Leute weg sind, können wir uns um die Räume kümmern, damit diese schön und funktionaler sind und es ein Konzept gibt. Wir haben uns dann euch als Profis dazu geholt. Wir die Spinner haben gesagt wir holen uns Profis dazu und schauen was von unseren vielen Ideen umgesetzt werden kann.

Ich erinnere mich, dass wir im Team ganz aufgedreht waren, als ihr auf uns zugekommen seid und uns sehr gewünscht haben, dass wir zusammenkommen. Wir sind alle gerne draußen in der Natur unterwegs und so war Bergfreunde natürlich ein Begriff für uns und wir freuen uns sehr, dass wir zusammenarbeiten.

Angefangen hatte es ja, dass wir 2020 eine Unmenge an Toolboxen für unsere Welcome-Back Pakete nach dem ersten Lock-Down gebraucht haben und ihr die hattet. Und dann kam die Frage, was könnt ihr eigentlich noch?

Eigentlich verrückt und schön wie es sich ergeben hat. Wie sind die Reaktionen auf die Umgestaltung?

Nicht jeder kommt explizit mit Feedback auf uns zu, aber wir spüren die Wertschätzung.

Hast du einen Lieblingsplatz? Lass mich raten, dein Platz vorne beim Empfang.

Ich bin gerne vorne am Empfang, weil jeder an mir vorbeikommt. Klar, manchmal ist es auch hinderlich, wenn man konzentriert an einer Sache arbeitet.
Aber es ist einfach schön alle zu sehen. Ich bin eher ein herzlicher und fröhlicher Mensch und sobald jemand reinkommt, wird derjenige gefeiert: hey, schön, dass du da bist! Das ist ja auch unser Schriftzug. Den haben wir uns nicht einfach nur so ausgedacht. Das leben wir!

Bärbel und Peggy im Interview bei den Bergfreunden in Kirchentellinsfurt.

Was würdest du dir in den Räumen noch für dich und das Team wünschen?

Eine Hängeschaukel, eine Hängematte, ein Trampolinbereich, Bällebad – ach ne, das doch nicht. Ne, Spaß. Wir sind ja noch dran weitere Plätze zu schaffen, da wir in den letzten zwei Jahren sehr stark gewachsen sind. Wir haben noch viel Potenzial, um die Räume weiterzuentwickeln. Dabei ist uns die nachhaltige d.h. langfristige Nutzung der Möbel wichtig, deshalb wollen wir kein Schnellschuss machen, sondern die weiteren Schritte gut durchdenken.

„Uns verbindet die Liebe zur Natur.“

Was macht euch als Bergfreunde Team aus?

Wir sprechen immer von unserem Bergfreunde Spirit. Uns verbindet die Liebe zur Natur. Das zusammen draußen sein wollen und zusammen was reißen wollen eint uns. Gemeinsam diese kleine Bergfreunde-Firma groß zu machen und zu sehen, wie wir gemeinsam wachsen, zu wissen, dass wir das als Team schaffen, das macht uns aus.

Letzte Frage. Dein persönlicher Feel Good Tipp?

Ich versuche immer in alles eine gewisse Leichtigkeit rein zu bringen. Und zu sagen – ok, wenn es so nicht funktioniert, dann eben anders. Es gibt ja seit einigen Jahren diesen Positiv-Denken-Trend. Das lebe ich – unabhängig von dem Trend. Ich hake relativ schnell Probleme ab. Man muss nicht über jede Mauer drüber, man kann auch drum rum.
Und wichtig, sich an den kleinen Dingen erfreuen!

Das Interview führte Bärbel Heck am 22.02.22

Fotos: Oliver Kröning, g ––– kx mediaHOUSE

Weitere Informationen zu dem Projekt „Bergfreunde“ findest Du auf unsere Homepage: https://www.studiohans.de/projects/bergfreunde-kirchentellinsfurt/

Biophilic Design

Wenn Räume das Wohlbefinden steigern und Menschen verbinden

Die Natur hat nachweislich eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden von Menschen. Biophilic Design bringt die Natur in unsere gebaute Umwelt und schafft somit Räume, die unser Wohlbefinden, unsere Kreativität und unsere Produktivitiät steigern können. Spannende Studien belegen die Wirksamkeit des Gestaltungsansatzes.

Die Natur liefert gleichzeitig auch Anregungen für ein gemeinschaftsorientiertes Design. Die Gestaltung des räumlichen Umfelds kann viel dazu beitragen, den Gemeinschaftssinn zu stärken und inspirierende Begegnungen herbeizuführen.

Tanja Künstler studierte Architektur an der Universität Karlsruhe (TH) und beschäftigt sich seit über zehn Jahren professionell mit neuen Büro- und Arbeitswelten. Als Concept Designer bei Interface berät sie Architekten und Innenarchitekten bei der Planung und Umsetzung von kreativen Fußbodenkonzepten. Eine gute Büroplanung stellt aus ihrer Sicht immer das Bedürfnis nach Kontakt mit der Natur in den Mittelpunkt, um maximales Wohlbefinden zu schaffen. Als Expertin für „Biophilic Design“ teilt sie ihre umfangreiche Erfahrung mit diesem Arbeitsansatz regelmäßig im Rahmen öffentlicher Weiterbildungen der Architektenkammer.

Am 30. September 2021 hatten wir das Glück Tanja bei uns als Referentin begrüßen zu dürfen.

Hier drei wichtige Punkte, die wir aus ihrem Vortrag mitgenommen haben:

Biophilic Design vermindert Stress und steigert die Kreativität

Lass die Natur in Deine Arbeitswelt! Gib Blickachsen zum Außenbereich frei und integriere Pflanzengruppen. Zoniere Räume über den Bodenbelag und verwende Naturmaterialien. Denk bei der Raumplanung an Rückzugsräume und „Verstecke“.

Gemeinsame Naturerlebnisse fördern das Gemeinschaftsgefühl.

Die gemeinsame Fokussierung auf etwas, das zum Verweilen einlädt, schafft das Gefühl von Gemeinschaft. Im Büro kann das eine Wasserstelle z.B. ein großes Aquarium sein.

7 Elemente für ein gemeinschaftsorientiertes Design:

  1. Vielfalt der Raumgestaltung
  2. Zonierung
  3. organische Formen, die den rechten Winkel aufbrechen
  4. Räume für Begegnung
  5. Räume für multisensorisches Erleben
  6. Räume für Wachstum und Veränderung
  7. Triangulation

So können wir nicht nur den Austausch in unserem Team fördern, sondern auch unser Wohlbefinden steigern.

Weitere Informationen über Interface und das Thema Biophilic Design findest du auf dem Blog von Interface:

https://blog.interface.com/de/positive-raeume-schaffen-mit-biophilic-design/

Wer ist HANS?

Wieso der Name HANS?

Wir werden immer wieder gefragt: Wer ist HANS? Die Antwort ist ganz einfach – wir alle sind HANS. Wir haben einen Namen gesucht der zum Ausdruck bringt wie wir ticken und was uns wichtig ist.

Bei HANS fühlt man sich willkommen. HANS ist nahbar, greifbar und lokal. Der, den man schon immer kennt – dem man vertraut.

HANS kann immer über sich selbst lachen. Und wir können mit ihm lachen. HANS kennt uns und wir kennen HANS. WIR sind HANS. Und wir sind im Studio HANS zu Hause.

„Wir sind Studio HANS. Das vielfältige und kreative Raumkollektiv Stuttgarts.“

Das Grundbedürfnis zu kreieren, mit gleichgesinnten Menschen zusammenzuarbeiten und positive Beziehungen zu pflegen – das treibt uns an.

Wir haben eine Leidenschaft für Möbel und Räume. Unsere Wertschöpfung liegt in der Ausgestaltung sinnhafter und wertstiftender Wirkungsräume für Ihre Organisation.

Wir sind Beziehungsmenschen und Zukunftsgestalter.

Wir sind Julia, Vanessa, Margarita, Andreas, Bärbel, Timm und Manuel

An was wir glauben

Nur wer zuhört und versteht, was Menschen bewegt, kann wertstiftend und nachhaltig gestalten. Wir wollen Menschen nicht verändern, sondern Räume schaffen, die auf Menschen wirken. Fördernd und inspirierend.

„Mit Leidenschaft können Menschen ihre Welt zum besseren verändern.“

Wenn Menschen sich wohl fühlen und inspiriert sind, können sie erfüllt und mit Freude arbeiten. Das zu erreichen ist unsere Motivation.

Fotos: Oliver Kröning, g ––– kx mediaHOUSE

Gib mir den Stoff!

Das Familienunternehmen Gerriets ist bekannt für seine hervorragenden Vorhänge für Theater- und Konzerthäuser weltweit.

In offenen Bürolandschaften schaffen Vorhänge flexible Akustiklösungen. Auch die Frage nach pandemiegerechter Zonierung kann mit textilen Lösungen beantwortet werden.

Aus dem Team Gerriets steht uns Jonas beratend zu Seite. Gemeinsam schaffen wir maßgeschneiderte Lösungen für moderne Arbeitswelten. Dabei profitieren wir von Jonas Fachexpertise als Tontechniker und dem umfangreichen Know-how aus über 70 Jahren Firmengeschichte.

Jonas, für uns bist Du der Mann, der uns bei allen Fragen der Akustik weiterhelfen kann. Was gibt es denn noch Spannendes über Dich zu berichten?

Vom Herzen her bin ich Musiker! Habe nach dem Abi zwei Jahre als Trompeter in einem Bundeswehrorchester gespielt. Danach habe ich Tontechnik studiert – wollte dann ins Tonstudio und Rockstar werden.

Im Bereich Tontechnik ist Akustik essenziell. Es ist wichtig zu verstehen wie die Räume funktionieren, wie sich Schall ausbreitet. Nach dem Studium habe ich angefangen in einem Tonstudio zu arbeiten. Wir haben Akustikmodule gebaut und verkauft und ich habe mich immer mehr mit dem Thema Akustik auseinandergesetzt. Akustik ist dann zu meinem Hauptthema geworden.  

Für mich persönlich ist die Akustik ein sehr spannendes Thema, weil es keine harte Wissenschaft ist. Alle Richtwerte und Normen, die wir beispielsweise bei Büroräumen ansetzen, sind empirisch erfasst, basiert also auf subjektiven Empfindungen. Ganz anders als beispielsweise in der Statik, in der es harte Grenzlinien gibt. 

Es geht um den Transfer von wissenschaftlichen Daten hin zu einer optimalen Umgebung für den Menschen.

Seit wann bist Du bei Gerriets und was machst Du dort?

Ich bin 2013 als Fachmann für das Thema Akustik zu Gerriets gekommen. Mittlerweile leite ich die komplette Projektabteilung. Leite also alle Bauprojekte. Da wir sehr individuelle Produkte anbieten ist es eine Herausforderung die Koordination ideal zu gestalten.

Hast Du noch Zeit für deine Musik?

Ja, ich spiele in einem Orchester und Musik ist weiterhin ein wichtiger Ausgleich in meinem Alltag. 

„Es ist wichtig zu verstehen wie die Räume funktionieren, wie sich Schall ausbreitet.“

Was macht für dich das Unternehmen Gerriets aus?

Wir schaffen eine Verbindung von verschiedenen Werkstoffen und Fachbereichen. Wir sind spezialisiert auf die individuelle Produktion und sind direkt in die Bauprojekten involviert und Partner von der Produktion der Ware, über das Projektmanagement bis hin zur Installation. Das macht es im Berufsalltag sehr spannend!  

Hinzu kommt, dass wir ein familiengeführtes Unternehmen sind – relativ klein mit knapp 200 Mitarbeitern.

Für mich sind die kurzen Entscheidungswege, viel Freiraum und schnelle und direkte Absprachen mit dem Inhaber sehr wertvoll.

Was war eines der verrücktesten oder herausforderndsten Projekte? 

Eines der krassesten Projekte war die Elbphilharmonie. Klassischerweise werden Vorhänge oder Rollbanner an der Decke montiert. Dort durften wir aber nicht die Decke – wegen der berühmten weißen Haut. 

In vier Jahren Entwicklungszeit haben wir eine Lösung gefunden, bei der die Banner aus dem Boden rausfahren. Auf diese einmalige Lösung haben wir das Patent und sind stolz darauf, dass diese in der Elfi zum Einsatz kommt. 

Für mich persönlich war es dann noch ein zusätzliches Highlight, dass ich die Gelegenheit hatte in der Elbphilharmonie einen Fachvortrag über unsere Entwicklung zu halten. Im Publikum saß unter anderem der Akustikdesigner Yasuhisa Toyota, der Akustiker der Elbphilharmonie. 

Ihr seid bekannt für eure Vorhänge in Theatern und Konzerthäusern. Wie ist es dazugekommen, dass Ihr Vorhangsysteme für Büros anbietet?

Vor einigen Jahren haben wir unser Büro mit Vitra zusammen saniert. Vitra hat uns dann auf die Idee gebracht, Besprechungszonen mit Vorhängen abzutrennen. Wir habe die Theatertechnik in das Office transferiert. 

„Es geht um den Transfer von wissenschaftlichen Daten hin zu einer optimalen Umgebung für den Menschen.“

Wurden durch Corona neue Kundenanforderungen an euch herangetragen? Hat sich in den Anfragen etwas geändert? 

Ich denke, dass sich Corona wie ein Katalysator auswirkt, also die Entwicklung beschleunigt.  Viele haben erkannt, dass sich Arbeiten, bei denen man sich konzentrieren muss, sehr gut vom Home Office aus erledigen lassen. Es haben aber auch viele Firmen festgestellt, dass nur Home Office nicht funktioniert, da dann die Kommunikation und Interaktion fehlt. Ich glaube, dass das Büro mehr und mehr zum Kommunikationszentrum wird, in dem sich Mitarbeiter austauschen, um kreativ an Projekten zu arbeiten. Vor diesem Hintergrund glaube ich, dass das Vorhangthema noch stärker wird, da du flexible Räume brauchst. Für einen kreativen Prozess brauchst du keinen klassischen Besprechungsraum mit einem riesigen Tisch und zehn Stühlen. Das ist outdated – so 90er Jahre.

Du brauchst einen flexiblen Raum, den du zonieren kannst.

Neben der Notwendigkeit der Zonierung gibt es einen zweiten Aspekt, der in unseren Bereich fällt und der stark an Bedeutung hinzugewonnen hat. Die Akustik. 

Bei allen Vorteilen, die ein Großraumbüro hat, in Punkto Akustik ist es die herausforderndste Büroform.  

Verschiedensten Erhebungen haben gezeigt, wie Lärm auf uns wirkt und dass er zu den größten Störfaktoren am Arbeitsplatz zählt. 

Das konzentrierte Arbeiten funktioniert schlechter, wenn drumherum einzelne Geräusche sind. Ist ein Büro so gestaltet, dass du alle Kollegen gut verstehst, dann schaltet dein Gehirn ständig auf Empfang sobald ein für dich vermeintlich relevantes Stichwort fällt. Dies lenkt dich permanent ab und wir können das nicht abstellen.  

Was in so einer Situation hilft, auch wenn es erstmal kontraproduktiv wirkt, ist es einen höheren dauerhafter Geräuschpegel herzustellen. So, dass du nicht mehr jedes Wort verstehst. Im Großraumbüro entsteht dieser angenehme Geräuschpegel normalerweise durch die Mitarbeiter selbst. Das Klackern der Tastatur, Geräusche bei gehen, das Abstellen der Kaffeetasse, Gespräche und so weiter. In nur teilweise besetze Büros fehlt das Grundrauschen und obwohl eigentlich mehr Ruhe herrscht, können sich Mitarbeiter nicht konzentrieren.

In solchen Büros können wir mit unseren Vorhanglösungen die Räume zonieren und die Akustik zu verbessern. Ist das Büro dann wieder voll besetzt und wuselig, lassen sich die Räume einfach wieder öffnen. 

Wie geht Gerriets mit dem Thema Nachhaltigkeit um? 

Wir haben kürzlich neue Velourstoffe in das Programm aufgenommen, die komplett aus recyceltem Material bestehen. Wir sind gespannt wie unsere Kunden diesen Stoff annehmen. Die Stoffe sind einen ticken teurer. Das ist leider ein Problem in Ausschreibungen, wenn nicht explizit recyceltes Material gefordert ist. Es muss als Produktkriterium ausgeschrieben werden, sonst fällt der Stoff preislich raus. 

Ein weiterer Punkt ist, dass wir ein Recycling-Konzept für Kunden aus dem Eventbereich ins Leben gerufen haben.

Im Bereich Event verkaufen wir viel PVC für Leinwände. Damit diese recycelt werden können, stellen wir Container auf, in die die PVC Teile entsorgt werden können. Wir sammeln die Container ein und kümmern uns darum, dass das Material eine weitere Verwendung findet. Es geschreddert und dann wieder für Kunststoffteile wie Beispielsweise Räder für Kinderwagen verwendet.   

Auch im Unternehmensalltag ist es uns wichtig auf Umweltschutz zu achten und bei allen Mitarbeitern das Bewusstsein für den Umweltschutz zu fördern. Unsere Fahrzeugflotte stellen wir auf Elektroautos um. Unseren Strombedarf decken wir bereits zu 50% über unsere eigene Solaranlage.  

Das Interview führte Bärbel Heck am 19.08.21